Das
Dojo des
Bushido Mülheim
war in diesem Jahr der Ausrichtungsort für den diesjährigen Kinderlehrgang des
Deutschen Jiu Jitsu Bundes, der durch die gute Vorbereitung pünktlich beginnen
konnte. – Dies ist erwähnenswert, weil sich eine überaus große Anzahl von
Kindern beim Bushido Mülheim eingefunden hatte: Aus vielen Vereinen strömten die
„jungen Wilden“ aller Kyu-/Mon-Grade zwischen sechs und zwölf Jahren auf die
Tatami (Matte), um neue Grundtechniken und Abwehrtechniken gegen Angriffe im
Alltag kennen zu lernen.
Weil dieser Lehrgang für viele der jungen Budoka die erste Erfahrung auf der
Matte außerhalb des eigenen Vereines war, herrschte ein aufgeregtes
Durcheinander von lachenden und tobenden Kindern – während viele
kontaktfreudige, Eltern, Geschwister und Freunde der Kinder das Geschehen
neugierig beobachteten. Somit hieß es für den Lehrgangsleiter André Rasche
(Jugendwart DJJB-LVNW, 3. Dan Jiu Jitsu, 2. Dan Jiudo) und seine Assistenten
Oleg Tartakowski, Christian Weber und Carina Eberhard (alle
Bujindo Mülheim),
die unruhige Horde zu bändigen.
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Und so ging es los an diesem Sonntag – der sich mit strahlend-blauem Himmel präsentierte – mit spielerischen Übungen zum Aufwärmen und Kennen lernen der Kinder untereinander. Aufgewärmt teilte sich die Schwarm in drei kleinere Gruppen für das anstehende Zirkeltraining. Jedes der drei Teams bekam einen Namen: BU, DO und KA – zusammengesetzt: Budoka, was japanisch „Person, die Kampfkunst übt“ heißt. Die bald folgenden lauten statthaften Kiai, die den Gruppennamen entsprachen, schreckten einige der Eltern auf und stärkten die Gruppengemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder ungemein.
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Dann
ging es im Zirkeltraining an die Materie der Grundtechniken, die jeder noch so
junge Budoka braucht, um eines Tages ein ganz Großer zu werden. An drei
Stationen wurde für´s korrekte Rollen und Fallen die Fallübung geschult, die
Schlag- und Tritttechniken mit Schlagpolstern (Pratzen) trainiert und auch
Wurftechniken geübt, mit denen auch der Stärkste auf die Matte geschickt werden
konnte. Nach diesen Übungen bewiesen die Kinder in einem Mannschaftsspiel, wie
geschickt sie zusammenarbeiten können, um schneller als die andere Mannschaft
einen Medizinball auf bestimmte Weise zu transportieren. Mit viel Lachen und
einiger Anstrengung meisterten alle Teams diese Aufgabe.
Daraufhin lernten die Kinder sich gegen eine Ohrfeige, gegen das „Geschubst
werden“ und gegen das Zerren an der Jacke (Revers) zu verteidigen. In Zeitlupe
demonstrierten hierfür Carina, Christian und Oleg jeweils eine Abwehrtechnik,
welche die Kinder anschließend nachmachten – so wehrten alle Budoka erfolgreich
die Angriffe ihrer Übungspartner ab. Zwischen den Techniken durften sich einige
auserwählte Fänger als Schildkröten-Jäger versuchen.
Und nachdem die Kinder auch das Sandwichspiel mit Bravour meisterten, galt es
noch die letzte Herausforderung zu bezwingen. – Ein langes Seil aus
zusammengebunden Gürteln näherte sich der ganzen Gruppe: Ohne den Gürtel zu
berühren, sollten die Kids nun auf die andere Seite der Matte gelangen. Nach
diesem Abschlussspiel war auch das letzte Energiebündel unter den jungen Budoka
geschafft, aber glücklich... – Und so verabschiedeten sich die Lehrgangsleiter,
angeführt von André Rasche, von den Kindern und betonten, dass sie sich jetzt
schon auf den nächsten Kinderlehrgang voller Spaß und „Action“ mit den Kindern
freuen!
André Rasche & Team