Der TuS Arloff-Kirspenich e. V. hat zu Weihnachten für seine
Selbstverteidigungsgruppen einen „BOB“ angeschafft.
Dabei handelt es sich um eine Art Sandsack aus Latex in Menschengestalt. Der
„BOB“ hat einen Körper mit Kopf. Da hier auch Nase, Ohren, Augen und Mund
naturgetreu abgebildet sind, bietet der „BOB“ eine ideale Trainingsmöglichkeit.
Die Trainer/innen haben die Möglichkeit die Atemi- Punkte (Angriffspunkte am
menschlichen Körper) genau zu erklären und auf die Gefährlichkeit von Tritten
und Schlägen hinzuweisen.

Was geschieht z. B. bei einem Pressschlag auf die Ohren oder einem Tritt zum
Unterleib? Wie reagiert mein Angreifer auf einen Schlag zur Leber oder Milz?
Skeptiker, welche dies hier womöglich lesen, können annehmen, dass hier beim
Training „Schläger“ ausgebildet werden. Genau das Gegenteil ist aber der Fall.
Der „BOB“ passt prima zur Aggressionspädagogik, mit denen die Trainer/innen den
Sportler/innen beibringen, mit ihren Aggressionen umzugehen.

Es ist besser, seine Wut und seinen Frust am Sandsack auszulassen als an
seiner Schwester oder in der Schule am Klassenkameraden oder gar am Lehrkörper.
Die Trainer/innen weisen insbesondere die Kinder darauf hin, dass wir
Selbstverteidigungssportler sind und keine Angreifer. So werden die
Sportler/innen u. a. zur Disziplin erzogen. Dies ist allerdings ein langwieriger
Prozess, der ein regelmäßiges Training erforderlich macht.
Interessierte erhalten nähere Auskünfte unter
www.tus-arloff-kirspenich.de
Josef Flecken