Am Samstag, den 20. März 2010 fanden im Dojo des
Bujindo Mülheim an der
Hölterstraße Prüfungen im Jiu Jitsu und im Jiudo statt. Am Prüfertisch saßen
Josef Djakovic (7. Dan Jiu Jitsu, 2. Dan Judo), Carsten Kruhs (4. Dan Jiu
Jitsu, 2. Dan Jiudo), Peter Rasche (3. Dan Jiu Jitsu, 2. Dan Jiudo), André
Rasche (3. Dan Jiu Jitsu, 2. Dan Jiudo), Volker Schwarz (3. Dan Jiu Jitsu)
sowie Christian Weber (1. Dan Jiu Jitsu, 1. Dan Jiudo) und Carina Eberhard
(1. Dan Jiu Jitsu, 1. Dan Jiudo).
Es hieß dann für die Prüflinge: „Raus aus den Alltagsklamotten, rein in den
Gi, ab auf die Matte: Wir haben Prüfung!“ Und so war es dann auch. Pünktlich
um zehn Uhr morgens erfolgte das Angrüßen und die Prüflinge wurden auf der
Matte durch das Aufwärmtraining auf „Temperatur“ gebracht.
Doch da das Wetter mitspielte, dauerte es nicht lange, bis die ersten
Prüflinge ihre Kenntnisse im Jiudo demonstrieren konnten. Nach den Prüfungen
im Jiudo folgten die Prüfungen im Jiu Jitsu, vor allem die etwas jüngeren
Anwärter auf den Gelbgurt sollten zeigen, was sie in den letzten Monaten
gelernt hatten. Sie zeigten ihr Programm – von den Grundstellungen bis hin
zu den Schlag- und Tritttechniken mit Blöcken und Abwehrtechniken war alles
dabei. Wo der eine oder andere junge Jiu-Jitsuka mal ins Stocken kam, da
halfen die Lehrer vom Bujindo durch geschickte Fragetechnik und
Gesprächsführung etwas nach, damit die Prüflinge wieder zurück ins Programm
fanden. Denn so ein Programm hat es in sich.

Nicht nur die Techniken muss man sauber zeigen, sondern auch noch „Japanisch“ können. Denn es ist üblich, dass man die gezeigten Techniken auch mit der korrekten Bezeichnung demonstriert. So mancher Zuschauer auf den Bänken staunte da nicht schlecht. Einige Technikgruppen wurden von allen Prüflingen parallel gezeigt, andere wurden mit dem Partner vorgeführt. Als hilfreiche „Nr. 12“ bei den Ausweichbewegungen, die üblicherweise immer nur in gerader Zahl durchgeführt werden können, weil es einen Angreifer und einen Abwehrenden geben muss, fungierte übrigens Micaela Stumme, die sich ein paar Stunden später als Partnerin für Katja Hentschel (Anwärterin für den Braungurt) zur Verfügung gestellt hat.

Insgesamt konnten spannende Prüfungen gesehen werden, wobei an diesem Tag
auch zwei Prüflinge zum Blaugurt und eine(r) zum Braungurt „befördert“
worden ist. Während sich die etwas jüngeren Prüflinge nach bestandener
Prüfung bereits gegen Mittag von der Matte durch eine ordentliche Verbeugung
verabschieden konnten, mussten die höheren Gürtelgrade noch ihre Prüfung
absolvieren – also den technischen Teil mit vielen Abwehrtechniken
unterschiedlichster Art, die Kata, den „Kreis“ und die theoretische
Befragung durchlaufen. Dann war es aber soweit: „Ich habe meine Prüfung
geschafft!“, konnte man entweder für sich leise oder für die wartenden
Freunde und Bekannte sagen. Die Freude in den Augen bei der Übergabe der
Pässe und Urkunden verrät manchmal mehr als tausend Worte. Non scholae
sed vitae discimus. (Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen
wir. [Seneca])
Bestanden haben
Die Lehrer des Bujindo Mülheim wünschen den erfolgreichen Jiu-Jitsuka und Jiudoka alles Gute auf dem weiteren WEG.
Volker Schwarz