Lehrgang Abwehren gegen Frontalangriffe

„Abwehren gegen Frontalangriffe“ lautete das Thema des Kyu-Lehrganges für Grün- bis Braungurte,
der am 31. Januar 2010 im Dojo des Toshido Hagen stattfand. Bevor Lehrgangsleiter Frank Reichelt, 3. Dan Jiu Jitsu, Cheftrainer der Sportfreunde 06 Sterkrade aus Oberhausen, mit einem themabezogenen Aufwärmen den Kampf gegen die sonntags latent vorhandene Morgenmüdigkeit endgültig einleitete, wurden von den Anwesenden die Besonderheiten der genannten Angriffsrichtung und mögliche Ausprägungsformen sowohl der Angriffs- als auch der Verteidigungsart diskutiert.

  

Im Wesentlichen wurden hierbei aus der Sicht des Verteidigers folgende Erkenntnisse herausgestellt: Dem Vorteil des sichtbaren Angriffes (so schnell oder langsam er auch erfolgen mag) steht der Nachteil gegenüber, dass der Angreifer zu Beginn seiner Aktion die komplette Front seines „Opfers“ attackiert.
Daher gilt es, diese „Breitseite“ zu verringern, um eine wesentlich geringe Angriffsfläche zu bieten. Besonderes Gewicht hat dabei der Schutz des Unterleibes, so kann eine Vernachlässigung desselben doch äußerst negative Folgen nach sich ziehen. Der Angreifer wird sich zudem der Sichtbarkeit seines Angriffes bewusst sein und diesen Makel mit absoluter Entschlossenheit auszugleichen versuchen. Daher ist es wichtig, die Abwehrbewegung ebenso konsequent und mit Einsatz des ganzen Körpers durchzuführen, wobei der Hüfte eine tragende Rolle zufällt. Grundsätzlich ist es für den Verteidiger dabei stets von Vorteil, wenn er den Angriff möglichst frühzeitig erkennen und eine Abwehr einleiten kann.

Im Laufe eines kurzweiligen Vormittags übten die Anwesenden Abwehren gegen von vorne ausgeführte Distanz- und gefasste Angriffe, deren Auswahl sich am Prüfungsprogramm der Teilnehmergruppe orientierte. Die dabei geforderten verschiedenen Ausweich- und Konterbewegungen wurden von allen ebenso gemeistert wie die vom Lehrgangsleiter geforderten „Kleinigkeiten“ bei der Ausführung, auf die ein fortgeschrittener Kyu-Grad stets achten sollte.
Da zudem niemand mit „erhöhter Stimmlage“ seinen Heimweg antrat und damit auch noch der Schwerpunkt „Unterleibschutz“ erfolgreich umgesetzt werden konnte, bleibt nur festzustellen: „Lehrgangsziel erreicht...“.

Text: Frank Reichelt
Bilder: Bernd Kampmann