„Ehre, wem Ehre gebührt“ – so lässt Johann Wolfgang von Goethe seinen
Faust im ersten Teil in der Walpurgisnacht sprechen, lange vor Harry Potter...
Nun steht im Monat März Karneval auf dem Programm und quer durch Deutschland
sieht man immer wieder „Hexen“ ihren Schabernack treiben. Im Gegensatz zu den
„Hexen“ und „Hexern“ gilt für uns Menschen, die wir nicht mit Zauberkräften
ausgestattet sind, dass wir uns schon von alters her aus Leibeskräften
anstrengen mussten, wenn wir etwas Bedeutendes schaffen wollten, etwas, das
nicht in Vergessenheit geriet.
Diese Menschen verdienten Ehre und bekamen diese von der Gesellschaft für ihre
Leistungen verliehen. Und auch heute noch ehren wir Menschen unter uns, die sich
mit großer Kraft und Überzeugung für eine ganz besondere Sache einsetzen: Nicht
einen Tag, einen Monat oder ein Jahr – sondern mitunter sogar Jahrzehnte. – Mit
dem Jahresbeginn 2011 beging die Jiu Jitsu Abteilung des
TV Hohenlimburg 1871 e.V. ihr 30-jähriges Jubiläum.
Dem Gründer der Abteilung, Gerhard Dressler (5. Dan Jiu Jitsu), wurde in diesem
Zusammenhang eine besondere Ehre zuteil. Als besonderer Gast kam der Zen Mönch
Andreas Woller extra aus Münster angereist, um persönliche Glückwünsche zu
überbringen. Auch das japanische Generalkonsulat hat von der 30 Jahre währenden
konsequenten Arbeit für die alte japanische Kampfkunst Jiu Jitsu im kleinen
Hohenlimburg bei Hagen erfahren.

Diese Arbeit, die Früchte derselben und die Leistungen, die über drei
Jahrzehnte erbracht wurden, verdienen Respekt und Anerkennung. Um diese
Leistung zu würdigen, schickte der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma
eine Grußbotschaft, die in seinem Namen vorgetragen und mit Bild des
Generalkonsuls überreicht wurde.
Da Gerhard Dressler die Trainingsarbeit 30 Jahre wie selbstverständlich
durchführte, war es für ihn einerseits eine Überraschung, andererseits
freute es ihn sehr, dass seine Arbeit eine derart große Aufmerksamkeit
erregt hat. In unserer Welt ist nichts selbstverständlich! Jeder Tag ist ein
Geschenk und ein Grund zur Freude. Wir freuen uns über diese lange Zeit des
gemeinsamen Übens und wünschen, dass wir noch eine lange Zeit miteinander
trainieren werden.
Hartmut Köppen