Frauenspezifische
Angriffe – ein interessantes Thema, das der Deutsche Jiu Jitsu Bund auch in
diesem Jahr wieder in seinen abwechlungsreichen Lehrgangsplan aufgenommen hat.
Es ist bekannt, dass Frauen anderen Angriffssituationen ausgesetzt sind als
Männer. Es geht hierbei nicht um das Messen der Kraft, oder um eine explizite
„Wett“- Kampfsituation, sondern um das Besetzen einer Machtposition. Die
körperlichen Angriffe erfolgen meist aus sehr kurzer Distanz und müssen daher
konsequent und schnell beendet werden.
Gutes Reaktionsvermögen, die Beherrschung von Schlagtechniken und das Wissen um
die eigene Kraft sind für Frauen von elementarer Bedeutung. Beate zeigte am 17.
September 2011 zunächst verschiedene Schlagtechniken, die zur Freude aller an
einem Dummie geübt werden konnten.
Da dieser regungslose Geselle alles klaglos über sich ergehen ließ, konnten
Frauen und Männer ihre ganze Schlagkraft austesten. Schnell wurde klar, dass man
präzise und schnell arbeiten muss, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Die
unterschiedlichen Schlag- und Tritttechniken baute Beate anschließend in
Abwehrtechniken gegen Ohrfeigen, Schulterstöße und Angriffe gegen Umklammerungen
ein. Zwischendurch durfte immer wieder der geduldige Dummie attackiert werden.
Anschließend ging Beate auf eine für Frauen ebenfalls typische
Verteidigungssituation ein, die Abwehr von Angriffen an der Wand. Die
eingeschränkte Beweglichkeit mit einer Wand im Rücken macht die Situation
nochmals schwieriger für die in der Gefahrensituation agierenden Frauen. Mit der
richtigen Strategie, so zeigte Beate, ist aber auch das in den Griff zu kriegen.
Zum Abschluss durften sich alle Teilnehmer nochmals mehrerer Angreifer erwehren
und das Gelernte am lebenden Objekt ausprobieren.


Nach fast wie im Nu vergangenen Stunden verabschiedete Beate, die mit dem Einsatz der Teilnehmer sehr zufrieden war, die Lehrgangsteilnehmer in das wohlverdiente Wochenende.
Beate Kuhn