Deutsche Meisterschaften
Das traditionelle Jiu Jitsu kennt sportliche Wettkämpfe im heutigen
Sinne nicht. Die Samurai haben diese Kriegskunst damals nur zur
waffenlosen Selbstverteidigung angewandt.
Warum der DJJB Zeit seines Bestehens nicht an Wettkämpfen festgehalten
hat, sondern sich der traditionellen und realen Selbstverteidigung
verschrieben hat, resultiert aus der Vorsicht, das die Gefahr besteht,
daß wenn diese Kampfkunst als Wettkampf ausgeübt wird, wesentliche
Inhalte, ja sogar letzendlich der Geist der Kampfkunst als solche
verloren gehen könnte.
Das Streben nach äußerem, meßbarem Erfolg würde vorrangig, und darüber
das Streben nach innerer, geistiger Vervollkommnung vernachlässigt oder
ganz in Vergessenheit geraten.
Wer nur mit dem Ziel übt, andere im
Wettkampf zu besiegen, geht den leichten Weg und übersieht, das es
schwerer und wertvoller ist, sich selbst zu besiegen.
Der Wettkampf sollte nur als eine Übungsform vieler betrachtet werden,
bei der Sieg oder Niederlage nicht im Vordergrund steht.
Ein wichtiger Aspekt, der noch zu erwähnen wäre, welchen Nachteil ein
Wettkampf mit sich bringen könnte, ist derjenige eines Großmeisters, der
sich etwa sinngemäß so gegen Wettkämpfe im Karate aussprach: Um bei
einem Wettkampf einen Punkt zu erzielen, muß man zuerst angreifen; dies
entspricht nicht der Kampfkunst der Selbstverteidigung, wo ein Angriff
abgewehrt werden soll.
Aus diesem Grund entschied sich der DJJB für eine Wettkampfform, die den
technischen Vergleich der Wettkämpfer anstrebt.
Die WETTKAMPFORDNUNG
(Stand 8.11.2011)