Wenn die erste Hälfte des Jahres verstrichen ist, wird es Zeit
für die erste von zwei Dan-Prüfungen, die der Deutsche Jiu Jitsu
Bund jedes Jahr ausrichtet. Diesmal fiel der Tag der Prüfung auf den 14. Juni 2026. – In diesem Stil beginnen viele unserer Berichte, welche über Dan-Prüfungen im DJJB informieren. Der Weg des Jiu Jitsuka im DJJB beginnt viele Schritte vorher, und zwar mit der ersten Kyu- bzw. Mon-Prüfung im Jiu Jitsu. Wirklich gute Jiu Jitsuka erreichen irgendwann den 5. Dan Jiu Jitsu; hiernach kann im DJJB keine Dan-Prüfung mehr absolviert werden: Ab dem 6. Dan Jiu Jitsu erfolgen Graduierungen für besondere Leistungen und Verdienste im Verband.
Im Rahmen der diesjährigen Dan-Prüfungen wurde dem als Prüfer anwesenden Josef Djaković (Präsident von KID und DJJB sowie Vereinsleiter des Bujindo e.V. in Mülheim an der Ruhr) eine besondere Ehre und Überraschung zuteil. Ihm wurde von den Großmeistern Dieter Lösgen (10. Dan Jiu Jitsu, Ehrenpräsident KID/DJJB) und Dieter Mäß (9. Dan Jiu Jitsu) gemeinsam in einer feierlichen Zeremonie der 10. Dan Jiu Jitsu verliehen. Josef Djaković erhielt diese besondere Ehrung für seine herausragenden Leistungen und Verdienste sowie für seinen unermüdlichen Einsatz für das Jiu Jitsu auf und abseits der Matte.
Jiu Jitsu kann man sinngemäß übersetzen als "sanfte Kunst" der Selbstverteidigung. Seit den Zeiten der Samurai hat sich das auch seit über 100 Jahren in Deutschland unterrichtete Jiu Jitsu immer weiter entwickelt, wobei es immer um die Frage der Balance zwischen Tradition und Innovation ging. Genau dieser Aufgabe hat sich der Geehrte schon früh verschrieben, und zwar in seinen verschiedenen Aufgabenbereichen. Josef, welcher sich früh auch dem aus Japan stammenden philosophischen Konzept des Do (japanisch: Weg im Sinne der Selbstverpflichtung zur lebenslangen Perfektion von Körper und Geist) verschrieben hatte, erhielt im Rahmen des Verbandes zunehmend verantwortungsvolle Aufgaben, fügte diesen aber immer wieder selbst definierte hinzu. Als Präsident der Korporation Internationaler Danträger (KID) und des Deutschen Jiu Jitsu Bundes (DJJB) verkörpert er gemäß dem Leitmotto des Verbandes Effektive Selbstverteidigung und traditionelle Werte Tradition im Sinne der Weitergabe der lebendigen Flamme der Begeisterung an kommende Generationen. Was es aber zugleich für Budoka und Interessierte spannend macht, die noch nie auf einer Kampfkunst-Matte standen, ist doch Folgendes: Alles beginnt mit dem ersten Schritt auf die Matte, was auch für Josef galt, der als Jugendlicher seine ersten Erfahrungen im Kampfsport machte. Aus dem Sport wurde schnell eine lebenslange Passion, die ihn nicht mehr losließ.
Dieter Lösgen verband mit der Verleihung des höchsten Dan-Grades die Aufgabe an den Geehrten, das Jiu Jitsu als Kampfkunst national und international stetig weiterzuverbreiten, und zwar im Geiste von KID und DJJB. In diesem Sinne kann davon gesprochen werden, dass die Fackel, die einst von Hans Gert Niederstein (10. Dan Jiu Jitsu, * 24. Mai 1928, † 12. November 1985) testamentarisch an Dieter Lösgen (damals 8. Dan Jiu Jitsu) überreicht wurde, nun bei Josef Djaković angekommen ist. Nach dem Tod von Hans Gert Niederstein, dessen Schüler Josef war, war es dessen Wunsch, dass Josef sich um den Nachwuchs im Verband kümmern sollte.
Als bedeutendes Zentrum des Jiu Jitsu im DJJB fungierte damals der Bushido Mülheim e.V., aus dem Hans Gert Niederstein, Dieter Lösgen, Josef Djaković und auch Dieter Mäß hervorgingen. Die Wege zum 10. Dan verlaufen bei jedem Großmeister unterschiedlich, dies ist der Tatsache geschuldet, dass jedes Leben unterschiedlich verläuft, und damit auch jede Entwicklung auf der Matte. Manche Wege führen aber immer wieder zusammen – so hat Josef schließlich seine Urkunde aus den Händen von Dieter Lösgen und Dieter Mäß erhalten, und zwar in Mülheim an der Ruhr – ein Ort, der die "DNA" von KID und DJJB wie kein anderer in sich trägt. Dieter Lösgen wurde im Jahre 1996 für seinen jahrzehntelangen Einsatz für das nationale und internationale Jiu Jitsu mit dem 10. Dan Jiu Jitsu geehrt.
Josef Djaković nahm die Ehre am 14. Juni 2026 – gut drei Jahrzehnte später – gerührt mit einem lachenden und einem weinendem Auge entgegen. Mit einem lachenden Auge, wegen der Freude, so unerwartet mit dem 10. Dan geehrt zu werden und mit einem "weinenden" Auge, nun der maximalen Verpflichtung von außen und der gestiegenen Anforderungen von innen gerecht zu werden, die an einen 10. Dan – an der Spitze – gestellt werden. Innerhalb von KID und DJJB ist Josef Djaković nach Hans Gert Niederstein und Dieter Lösgen der dritte Träger des 10. Dan.
Auch seine beiden Vorgänger standen an dieser Stelle und mussten die Frage der Anknüpfung an die Tradition vor dem Hintergrund von notwendigen Veränderungen stellen und sich positionieren. Alle drei haben ihren eigenen Weg und ihre individuelle Art, welche sich in der Führung des Verbandes spiegeln konnte und kann. Josef hat mit der Übernahme des Amtes als Präsident im Jahre 2018 seitdem seinen ihm eigenen Stil verfeinert, ohne hierbei die Traditionslinien von DJJB und KID zu verlassen.
Den Lebensweg von Josef muss man auch im Lichte der Freiheit sehen. Der 13-Jährige, welcher den Weg zum Training und zu seinem zukünftigen Lehrer und Meister fand, tat dies aus freien Stücken. Dieses Maß an Durchhaltevermögen, Disziplin und Lernwillen waren die Grundlagen, die ihn zu der Ausnahmepersönlichkeit wachsen ließen, die er heute ist. Und mit jedem Schritt auf die Matte wiederholt sich die "Anfangssequenz" von 1973 und Josef begegnet, wenn er Kinder, Jugend und Erwachsene unterrichtet, wieder einem jungen Spiegelbild von sich selbst: Die doppelte Wandlung vom Suchenden zum Vorbild und vom Schüler hin zum Meister und Großmeister ist allerdings vollzogen. Die Mitglieder von DJJB und KID gratulieren zur Graduierung mit dem 10. Dan Jiu Jitsu und wünschen auf dem weiteren Weg alles Gute.
Im Rahmen der diesjährigen Dan-Prüfungen wurde dem als Prüfer anwesenden Josef Djaković (Präsident von KID und DJJB sowie Vereinsleiter des Bujindo e.V. in Mülheim an der Ruhr) eine besondere Ehre und Überraschung zuteil. Ihm wurde von den Großmeistern Dieter Lösgen (10. Dan Jiu Jitsu, Ehrenpräsident KID/DJJB) und Dieter Mäß (9. Dan Jiu Jitsu) gemeinsam in einer feierlichen Zeremonie der 10. Dan Jiu Jitsu verliehen. Josef Djaković erhielt diese besondere Ehrung für seine herausragenden Leistungen und Verdienste sowie für seinen unermüdlichen Einsatz für das Jiu Jitsu auf und abseits der Matte.
Jiu Jitsu kann man sinngemäß übersetzen als "sanfte Kunst" der Selbstverteidigung. Seit den Zeiten der Samurai hat sich das auch seit über 100 Jahren in Deutschland unterrichtete Jiu Jitsu immer weiter entwickelt, wobei es immer um die Frage der Balance zwischen Tradition und Innovation ging. Genau dieser Aufgabe hat sich der Geehrte schon früh verschrieben, und zwar in seinen verschiedenen Aufgabenbereichen. Josef, welcher sich früh auch dem aus Japan stammenden philosophischen Konzept des Do (japanisch: Weg im Sinne der Selbstverpflichtung zur lebenslangen Perfektion von Körper und Geist) verschrieben hatte, erhielt im Rahmen des Verbandes zunehmend verantwortungsvolle Aufgaben, fügte diesen aber immer wieder selbst definierte hinzu. Als Präsident der Korporation Internationaler Danträger (KID) und des Deutschen Jiu Jitsu Bundes (DJJB) verkörpert er gemäß dem Leitmotto des Verbandes Effektive Selbstverteidigung und traditionelle Werte Tradition im Sinne der Weitergabe der lebendigen Flamme der Begeisterung an kommende Generationen. Was es aber zugleich für Budoka und Interessierte spannend macht, die noch nie auf einer Kampfkunst-Matte standen, ist doch Folgendes: Alles beginnt mit dem ersten Schritt auf die Matte, was auch für Josef galt, der als Jugendlicher seine ersten Erfahrungen im Kampfsport machte. Aus dem Sport wurde schnell eine lebenslange Passion, die ihn nicht mehr losließ.
Dieter Lösgen verband mit der Verleihung des höchsten Dan-Grades die Aufgabe an den Geehrten, das Jiu Jitsu als Kampfkunst national und international stetig weiterzuverbreiten, und zwar im Geiste von KID und DJJB. In diesem Sinne kann davon gesprochen werden, dass die Fackel, die einst von Hans Gert Niederstein (10. Dan Jiu Jitsu, * 24. Mai 1928, † 12. November 1985) testamentarisch an Dieter Lösgen (damals 8. Dan Jiu Jitsu) überreicht wurde, nun bei Josef Djaković angekommen ist. Nach dem Tod von Hans Gert Niederstein, dessen Schüler Josef war, war es dessen Wunsch, dass Josef sich um den Nachwuchs im Verband kümmern sollte.
Als bedeutendes Zentrum des Jiu Jitsu im DJJB fungierte damals der Bushido Mülheim e.V., aus dem Hans Gert Niederstein, Dieter Lösgen, Josef Djaković und auch Dieter Mäß hervorgingen. Die Wege zum 10. Dan verlaufen bei jedem Großmeister unterschiedlich, dies ist der Tatsache geschuldet, dass jedes Leben unterschiedlich verläuft, und damit auch jede Entwicklung auf der Matte. Manche Wege führen aber immer wieder zusammen – so hat Josef schließlich seine Urkunde aus den Händen von Dieter Lösgen und Dieter Mäß erhalten, und zwar in Mülheim an der Ruhr – ein Ort, der die "DNA" von KID und DJJB wie kein anderer in sich trägt. Dieter Lösgen wurde im Jahre 1996 für seinen jahrzehntelangen Einsatz für das nationale und internationale Jiu Jitsu mit dem 10. Dan Jiu Jitsu geehrt.
Josef Djaković nahm die Ehre am 14. Juni 2026 – gut drei Jahrzehnte später – gerührt mit einem lachenden und einem weinendem Auge entgegen. Mit einem lachenden Auge, wegen der Freude, so unerwartet mit dem 10. Dan geehrt zu werden und mit einem "weinenden" Auge, nun der maximalen Verpflichtung von außen und der gestiegenen Anforderungen von innen gerecht zu werden, die an einen 10. Dan – an der Spitze – gestellt werden. Innerhalb von KID und DJJB ist Josef Djaković nach Hans Gert Niederstein und Dieter Lösgen der dritte Träger des 10. Dan.
Auch seine beiden Vorgänger standen an dieser Stelle und mussten die Frage der Anknüpfung an die Tradition vor dem Hintergrund von notwendigen Veränderungen stellen und sich positionieren. Alle drei haben ihren eigenen Weg und ihre individuelle Art, welche sich in der Führung des Verbandes spiegeln konnte und kann. Josef hat mit der Übernahme des Amtes als Präsident im Jahre 2018 seitdem seinen ihm eigenen Stil verfeinert, ohne hierbei die Traditionslinien von DJJB und KID zu verlassen.
Den Lebensweg von Josef muss man auch im Lichte der Freiheit sehen. Der 13-Jährige, welcher den Weg zum Training und zu seinem zukünftigen Lehrer und Meister fand, tat dies aus freien Stücken. Dieses Maß an Durchhaltevermögen, Disziplin und Lernwillen waren die Grundlagen, die ihn zu der Ausnahmepersönlichkeit wachsen ließen, die er heute ist. Und mit jedem Schritt auf die Matte wiederholt sich die "Anfangssequenz" von 1973 und Josef begegnet, wenn er Kinder, Jugend und Erwachsene unterrichtet, wieder einem jungen Spiegelbild von sich selbst: Die doppelte Wandlung vom Suchenden zum Vorbild und vom Schüler hin zum Meister und Großmeister ist allerdings vollzogen. Die Mitglieder von DJJB und KID gratulieren zur Graduierung mit dem 10. Dan Jiu Jitsu und wünschen auf dem weiteren Weg alles Gute.
Text: David Djaković, Andreas Dolny, Volker Schwarz
Bilder: David Djaković, Tobias Föhst
